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Falsch formulierte Stellenanzeige löst Schadensersatzansprüche aus

Vorsicht bei der Formulierung von Stellenanzeigen.

In seinem Urteil vom 27.05.2020, Az.: 2 Sa 1/20, hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg eine Entscheidung des Arbeitsgerichts (ArbG) Würzburg bestätigt. Wenn ein Arbeitgeber in einer Stellenanzeige eine „zukunftsorientierte, kreative Mitarbeit in einem jungen, hochmotivierten Team“ anbietet, so liegt hierin eine Tatsache, die eine Benachteiligung des nicht eingestellten älteren Bewerbers wegen Altersdiskriminierung nach § 22 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vermuten lässt.

Diskriminierung eines Bewerbers wegen seines Alters?

Dem Fall lag eine Klage eines 61-jährigen Diplom-Kaufmann zugrunde, der seit 1996 im SAP-Bereich tätig ist. Er verfügt über diverse Zertifizierungen und Ausbildungen in dieser Richtung. Seine 18-seitige Online-Bewerbung über ein Onlineportal des beklagten Unternehmens wurde in der Vorauswahl aussortiert. Dies geschah mit der Begründung, der Arbeitgeber habe sich für andere Bewerber entschieden, die das spezielle Anforderungsprofil noch besser erfüllen würden. Diese Standard-Formulierung bei der Absage hatte seine Tücken:

Mehrere Monatsgehälter Schadenersatz für Bewerber.

Das Arbeitsgericht stellte fest, dass diese Umstände ausreichen, um die Vermutung für eine Altersdiskriminierung nach § 22 AGG zu begründen. Dem Kläger wurde Schadenersatz in Höhe von zwei Monatsgehältern zugesprochen. Ursprünglich hatte der klagende Bewerber auf Zahlung eines Schadenersatzes nicht unter 26.000 Euro geklagt. Erst nachdem der Arbeitgeber Auskunft über die Entlohnung des tatsächlich eingestellten Bewerbers erteilte, wurde der behauptete Schadensersatzanspruch, der sich auf Angaben in Gehaltsvergleichsportalen stützte, der Höhe nach reduziert.

Anwaltliche Hilfe für Unternehmen.

Für Arbeitgeber bedeutet dies, dass eine Beratung bei der Formulierung von Stellenanzeigen und Absagen durch einen Anwalt durchaus sinnvoll ist. Wie der Fall zeigt, drohen andernfalls erhebliche Schadensersatzforderungen und Kosten für das Klageverfahren vor dem Arbeitsgericht. Denn spätestens hier ist die Hinzuziehung eines anwaltlichen Vertreters notwendig, um den Forderungen des Bewerbers entgegenzutreten.

Die Anwaltskanzlei Sturm, Dr. Körner und Partner in Aichach steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner bei der Stellenausschreibung und Auswahl der Bewerber jederzeit gerne zur Seite. Unser Ziel ist, ein Klageverfahren schon im Vorfeld unwahrscheinlich zu machen oder ganz abzuwenden.
Im Fall Ihrer Anfrage erstellen wir Ihnen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot für die Prüfung Ihrer Stellenausschreibung und etwaiger Absagen von Bewerbern. Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten auf unserer Website.

Erstellt von Rechtsanwalt Marc Sturm und Rechtsanwalt Christian Geßler, Anwaltskanzlei Sturm • Dr. Körner & Partner, Aichach.

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